Koronarangiographie

Qesü - Vermeidung nosokomialer Infektionen - postoperative Wundinfektionen (NWI)

Laut Definition des Nationalen Referenzzentrums für Surveillance von nosokomialen Infektionen, wird eine Infektion als nosokomiale bezeichnet, wenn der Infektionstag (= Tag mit den ersten Symptomen) frühestens der Tag 3 nach dem Eingriff ist. Der Betrachtungszeitraum kann sich, je nach Eingriff, von 30 bis 90 Tage erstrecken.

Ziel des im Jahr 2017 eingeführten Qualitätssicherungsverfahrens ist es, im ambulanten und stationären Bereich die Maßnahmen zur Vermeidung postoperativer Wundinfektionen zu messen, vergleichend darzustellen und zu bewerten. Dazu werden zunächst fallbezogen postoperative Wundinfektionsraten erhoben und anschließend das Hygiene- und Infektionsmanagement sowie der Händedesinfektionsmittelverbrauch betrachtet.

Zur Eingrenzung des Verfahrens wurden sog. „Tracer-Eingriffe“ (Diagnose- und Prozedurenschlüssel) aus acht operativen Fachgebieten ausgewählt: 

  • Chirurgie/Allgemeinchirurgie
  • Gefäßchirurgie
  • Viszeralchirurgie
  • Orthopädie/Unfallchirurgie
  • Plastische Chirurgie
  • Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Urologie
  • Herzchirurgie (nur stationär)

Wird ein vorgegebener Tracer-Eingriff zu Abrechnungszwecken dokumentiert, wird automatisch das Qualitätssicherungsverfahren ausgelöst.

Zur Teilnahme ist jede ambulante und stationäre Einrichtung verpflichtet, die Leistungen in den o. g. Verfahren bei gesetzlich versicherten Patienten erbringen.