Neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation

Neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation

Im Anschluss an die Behandlung der akuten Phase von Hirnverletzungen oder neurologischen Erkrankungen wie z.B. bei Schlaganfällen ist häufig eine Rehabilitationsbehandlung erforderlich, die in der Regel noch während der Akutbehandlung organisiert wird. Das Ziel dieser Frührehabilitationsmaßnahmen ist zunächst die weitere Stabilisierung der oft kritischen Situation des Patienten (Frühreha Phase B). Durch die intensive pflegerische, physiotherapeutische und ärztliche Begleitung des Patienten können häufig Folgeschäden vermieden werden.

Mit dieser intensiven Betreuung gelingt die zunehmende Mobilisierung des Patienten, das Herstellen einer Verständigungsmöglichkeit im Falle von Kommunikationsstörungen und die Förderung der Mitarbeit bei einfachen Alltagsverrichtungen, wie z.B. bei der Nahrungsaufnahme oder Körperpflege. Es wird hiermit aber auch die Komplikationsrate (z. B. Lungenentzündung, Blasenentzündung usw.) so gering wie möglich gehalten.

Im Februar 2014 hat das Kuratorium der EQS-Hamburg beschlossen, dass Qualitätssicherungsverfahren „Neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation“ in Hamburg verpflichtend zu etablieren. Eine Unterarbeitsgruppe des Fachgremiums Schlaganfall wurde damit beauftragt, relevante Qualitätsindikatoren für das Outcome von Patienten aus der Frühreha Phase B zu entwickeln.

Die Arbeitsgruppe hat insgesamt 11 Qualitätsindikatoren identifiziert. Die zur Berechnung dieser Indikatoren notwendigen Daten sind ab dem 1. Januar 2017 für alle teilnehmenden Krankenhäuser (zurzeit 8 Kliniken) verpflichtend in strukturierter Art und Weise zu erheben und werden einer überprüfenden Auswertung zugeführt.

Welche Fälle werden erfasst?

Für jeden Patienten, der nach der Akutbehandlung eines Schlaganfalles oder einer intrazerebralen Blutung der neurologischen Frührehabilitation der Phase B zugeführt wird, besteht eine verpflichtende Dokumentation im Rahmen der Qualitätssicherung.