Pneumonie

Ambulant erworbene Pneumonie

Die ambulant erworbene Pneumonie (AEP) ist die weltweit am häufigsten registrierte Infektionskrankheit und folglich von hoher sozialmedizinischer Bedeutung. In den USA werden jährlich 2 bis 3 Millionen Fälle festgestellt, die zu 10 Millionen Hausarztkontakten und etwa 0,5 Millionen Krankenhauseinweisungen führen. Für Deutschland fehlen vergleichbare epidemiologische Daten, vor allem wie viele AEP-Fälle ausschließlich im ambulanten Bereich behandelt werden.

Seit dem Jahr 2005 gehört die Pneumonie zu den bundesweiten dokumentationspflichtigen Leistungsbereichen der externen vergleichenden stationären Qualitätssicherung. Durch die Dokumentationsverpflichtung liegen erstmals Daten in Deutschland über die Anzahl und die Versorgungssituation der Pneumoniepatienten im Krankenhaus vor.

Welche Fälle werden erfasst?

Jede Pneumonie, die durch einen Erreger im außerklinischen (ambulanten) Bereich erworben wurde, wird als "ambulant erworbene Pneumonie" bezeichnet. Auf Grund der Inkubationszeit der wichtigsten Erreger werden alle Pneumonien, die innerhalb der ersten beiden Tage nach einer stationären Aufnahme diagnostiziert werden, auch in diesem Sinne als ambulant erworbene Pneumonie bezeichnet und unterliegen ebenfalls der Dokumentationsverpflichtung.

In Hamburg wurden in den letzten Jahren zwischen 5.000 und 6.000 AEPs diagnostiziert.