Radiologie

Perkutane transluminale Angioplastie

Eine perkutane transluminale Angioplastie (PTA) ist ein Kathetereingriff an peripheren Arterien. Im Zeitraum von 2002 bis 2003 war die externe Qualitätssicherung in diesem Leistungsbereich bundesweit verpflichtend. Seit 2004 wird der Leistungsbereich PTA nur noch in Hamburg kontinuierlich weitergeführt und somit gewährleistet, dass strukturiert Daten zur Versorgung von PTA-Patienten im Rahmen der externen Qualitätssicherung erhoben werden.

Ziel einer PTA ist die Aufdehnung von Verengungen und Verschlüssen mittels Ballonkatheter zur Verbesserung des Blutflusses. Zusätzlich zur Dehnung mittels Katheterballons werden auch Gefäßprothesen (Stents) und gerinnselauflösende Medikamente verwendet. Der Erfolg des Eingriffs wird durch Doppelverschlussdruckmessungen an Armen und Beinen sowie durch Angiographie vor und nach der Intervention objektiviert.

Mit der PTA wird die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) behandelt, die durch eine Unterbrechung des arteriellen Blutstromes infolge einengender Wandveränderungen und Verlegung des Gefäßdurchmessers charakterisiert ist. Schmerzen beim Gehen (Schaufensterkrankheit), nicht heilende Wunden an den Beinen und der Verlust der Gehfähigkeit durch Amputationen sind Folgen dieser Krankheit. Gut belegte Risikofaktoren sind Rauchen, hohe Blutfettwerte, hoher Blutdruck und Diabetes mellitus.

Für die Entwicklung und Bewertung der Qualitätsziele konnte auf Empfehlungen zurückgegriffen werden, die sowohl aus deutschen wie auch aus internationalen Leitlinien stammen. Besondere Beachtung finden dabei internationale Therapieempfehlungen, die im Jahre 2000 (TASC) und 2007 (TASC II) TASC (Trans-Atlantic Inter-Society Consensus) unter der Beteiligung von vielen Fachgesellschaften interdisziplinär erarbeitet worden sind.

Welche Fälle werden erfasst?

Die Dokumentation für alle zugelassenen Krankenhäuser ist in Hamburg verpflichtend und somit ist eine vollständige und flächendeckende Erfassung aller Fälle im stationären Bereich erreicht.

Für den Leistungsbereich PTA werden Eingriffe dokumentiert, die an den Beckenarterien und an den Beinarterien (Oberschenkel/Knie und Unterschenkel) vorgenommen werden.